HAPEX26: Internationale Übung in Hamburg
Mit der Hamburg Pilot Exercise (HAPEX26) fand Im September 2026 die zweite Übung innerhalb des Projektes CREWS statt. Die HAPEX wurde gemeinsam durch die beiden Hamburger Projektpartner, das Bezirksamt Altona (Federführend im CREWS-Projekt) und die Feuerwehr Hamburg ausgearbeitet und durchgeführt.
Das CREWS-Projekt verfolgt das Ziel, die Ressourcen und Kapazitäten im Katastrophenschutz und Zivilschutz im Ostseeraum nachhaltig zu stärken
Angenommenes Szenario der Übung war eine langanhaltende Dürreperiode in Kombination mit lokalen Überschwemmungen in Folge eines Starkregenereignisses.
Mitwirkende:
Beteiligt waren an der HAPEX26 rund 130 Personen aus zehn verschiedenen Ländern: Angehörige der insgesamt 13 Projektpartner aus acht verschiedenen Ländern, sowie Mitgliedern der Safe Cities Commission der Union of the Baltic Cities.
Einbindung der Feuerwehr in die Szenarien:
Das Erste (Vorab-)Szenario fand im Bereich des Übungs-U-Bahnhofes auf dem Gelände der Feuerwehrakademie statt. Mitglieder eines Lehrgangs stellten Zivilisten dar, die während der Hitzeperiode in einer liegengebliebenen Bahn festsaßen. Ein Auszubildender spielte einen Spontaneous Helper Leader, der eine Gruppe Spontanhelfenden anführte. Die Aufgabe bestand darin, die Zivilisten zu beruhigen und mit Trinkwasser zu versorgen, bis eine Evakuierung mit Transportfahrzeugen durch professionelle Rettungskräfte erfolgte.
Bei der Freiwilligen Feuerwehr Altona kam es zu einem Auflauf von hilfesuchenden Bürgern, gespielt u.a. durch Angehörige der Jugendfeuerwehr Hamburg. Diese wurden im Verlauf zu einem auf dem Altonaer Balkon eingerichteten Notfallinformations- und Sammelpunkt geleitet. Hier bestand für Teilnehmende der Übung auch die Möglichkeit eines Rollenwechsels, zunächst hilfebedürftige Zivilisten konnten sich als weitere Spontanhelfende registrieren.
Auf dem Gelände des Bauhofes Altona wurde u.a. mit einem Kleinbus ein Unfall simuliert. Angenommene Lage: Auf Grund der Hitze erleidet der Fahrer einen Hitzeschlag und verunfallt. Zuvor evakuierte Zivilisten im Bus erleiden Sturzverletzungen. Spontanhelfende mit rettungsdienstlichen/medizinischen Vorkenntnissen sind ersteintreffend. Im weiteren Verlauf treffen ein RTW, sowie der Gerätewagen MANV (Massenanfall von Verletzen) der Feuerwehr Hamburg ein. Es kommen die neu auf dem GW-MANV verlasteten Spontanhelfersets zum Einsatz.
Dieses Szenario verband die Arbeit im Projekt mit einem ganz konkreten und jüngst eingeführten Beispiel, bei dem die Feuerwehr Hamburg für die Unterstützung einer speziellen Gruppe an Spontanhelfenden Vorbereitungen getroffen hat. Die Spontanhelfenden-Gruppe wurde gezielt so zusammengestellt, dass diese tatsächlich einen medizinischen bzw. rettungsdienstlichen Hintergrund hatte. Die Kollegen der Feuerwehr haben vor Ort den Dialog gesucht, um Rückmeldungen der Teilnehmenden zu den Spontanhelfersets gespiegelt zu bekommen.
Fazit:
Die Übung bot sehr gute Möglichkeiten die Einbindung von Spontanhelfenden zu erproben. Es konnten realitätsnahe Szenarien beproben, die allesamt mit Erfolg und in der dafür vorgesehenen Zeit gut abgearbeitet werden konnten.
Ein Fokus lag dabei auf der Registrierung, Koordination und Alarmierung über das digitale Tool, das im Rahmen des Projektes erarbeitet worden ist. Die Einbindung des Tools hat im Tagesverlauf immer besser geklappt und die Übung wertvolle Erkenntnisse zur Weiterentwicklung gegeben.