Feuerwehr Hamburg

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Quelle: Feuerwehr Hamburg

Lehrgang der Feuerwehrakademie Hamburg besucht KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Die Lehrgangsteilnehmenden im Ausstellungsraum
© Feuerwehr Hamburg Die Lehrgangsteilnehmenden im Ausstellungsraum

Anlässlich des Tags der Befreiung am 8. Mai (an diesem Datum endete 1945 in Europa der Zweite Weltkrieg) besuchte der 19. LLG 2.1 als erster Lehrgang der Feuerwehrakademie Hamburg die KZ-Gedenkstätte in Hamburg-Neuengamme.

Begleitet durch einen Bildungsreferenten, begab sich der Lehrgang auf eine Zeitreise in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. 

Der Besuch gestaltete sich in drei Abschnitte: Zunächst ein Rundgang über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, beginnend am ehemaligen Bahnhof, weiter an den ehemaligen Häftlingsblöcken, dem Krematorium und die durch Steine grundgezeichneten Baracken. Anschließend durch die Ziegelei und in das frühere Walther-Werk (eine Waffenfabrik, in der die Zwangsarbeiter Pistolen und Gewehre herstellen mussten). 

Im zweiten Teil ging es in die große Ausstellung, verbunden mit einem Studienauftrag. Neben den Ausstellungsobjekten sind dort ca. 50 in großen Alben niedergeschriebene und mit Fotos versehene Geschichten von Opfern zu sehen. Hier war es an den Teilnehmenden zu schauen, zu lesen, zu hören. 

Etwa 100.000 Häftlinge saßen in Neuengamme ein, mussten bis zum Tode arbeiten, wurden geprügelt und gequält. Das grauenhafte Ziel der Nazis: Vernichtung durch Zwangsarbeit. 

Mit dem Nachforschen der Geschichten von konkreten Schicksalen bekam diese ungeheure Anzahl an Opfern Gesichter. Darüber tauschten sich die Teilnehmenden anschließend aus. 

Im dritten Teil ging es auf Spurensuche nach den Tätern. Hierbei lag ein Schwerpunkt auch auf der noch in der Aufarbeitung befindlichen Rolle der Feuerwehr Hamburg während der NS-Zeit.

Der Besuch in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme soll fortan zum festen Programm eines jeden Lehrgangs werden.