Feuerwehr Hamburg

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Prüfen, Rufen, Drücken – so können Sie Leben retten!

Die Woche der Wiederbelebung findet in diesem Jahr vom 21. bis zum 27. September statt. Die Aktionswoche soll das Bewusstsein für Laienreanimation in der Bevölkerung stärken und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit. Menschen sollen dazu ermutigt werden, bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand Erste Hilfe zu leisten, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Eine Herzdruckmassage kann Leben retten bis der Rettungsdienst eintrifft
© Feuerwehr Hamburg

Jährlich erleiden mehr als 120 000 Menschen in Deutschland einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Innerhalb von drei bis fünf Minuten kommt es zu irreversiblen Schäden im Gehirn, wenn bei der betroffenen Person keine Herzdruck­massage durchgeführt wird.

Auch Sie können helfen – wenn Sie wissen, wie es geht.

Die drei wichtigsten Schritte bei einer Laienreanimation sind Prüfen, Rufen, Drücken – bis professionelle Hilfe durch den Rettungsdienst kommt.

1. Prüfen:

Die Person zeigt keine Reaktion auf laute Ansprache („Hallo, können Sie mich hören?“) oder Anfassen (zum Beispiel bei vorsichtigem Rütteln an den Schultern), liegt offenbar eine Bewusstlosigkeit vor. Sollte darüber hinaus keine normale Atmung vorhanden sein oder es bestehen Zweifel daran, beugen Sie den Kopf der Person nach hinten und öffnen Sie den Mund. Wenn die Person bewusstlos ist und Sie keine Atemgeräusche hören und keine Brustkorbbewegungen sehen können, liegt ein Kreislaufstillstand vor.

2. Rufen:

Rufen Sie weitere Personen hinzu und lassen Sie von diesen den Notruf 112 alarmieren. Sollten keine weiteren Personen in der Nähe sein, rufen Sie selbst die 112.

3. Drücken:

  • Beginnen Sie mit einer Herzdruckmassage.
  • Knien Sie neben der betroffenen Person in Höhe des Brustkorbs.
  • Machen Sie den Oberkörper der betroffenen Person frei.
  • Legen Sie den Ballen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbs.
  • Setzen Sie den Ballen der anderen Hand auf die erste Hand.
  • Strecken Sie beide Arme und drücken Sie den Brustkorb senkrecht von oben.
  • Drücken Sie mit einer Frequenz von 100 bis 120 Mal pro Minute.
  • Drücken Sie circa 5 bis 6 cm tief nach unten.
  • Entlasten Sie dann wieder den Brustkorb.
  • Druck- und Entlastungsdauer sollten gleich sein.
  • Führen Sie die Maßnahme so lange durch, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Hier ein Video vom Bundesministerium für Gesundheit, in dem anschaulich erklärt wird, wie eine Laienreanimation funktioniert:

So leicht funktioniert Wiederbelebung! (externer Link zu YouTube)

Mehr Informationen zum Thema auch unter:

Deutscher Rat für Wiederbelebung (externer Link)

Übrigens: Erste-Hilfe-Kurse werden in Hamburg beispielsweise vom Deutschen Roten Kreuz, den Maltesern, den Johannitern oder dem Arbeiter-Samariter-Bund angeboten.